Festakt zur Eröffnung des Brandverletztenzentrums der MHH

20.02.2007
„Aus klimatechnischer, hygienischer und medizinischer Sicht ist das modernste Zentrum für Schwerbrandverletzte Deutschlands, wenn nicht sogar Europas“ so Dr. Andreas Tecklenburg, Vorstand der Krankenversorgung der MHH. Seiner Meinung nach brauchen Brandverletzte jetzt nicht mehr aus Niedersachsen ausgeflogen zu werden. Dr. Tecklenburg hat selbst als Student einmal auf solch einer Station gearbeitet. Darum weiß er dass arbeiten bei 37 bis 38°C und hoher Luftfeuchtigkeit, von der hohen psychischen Belastung gar nicht zu sprechen, einer der anstrengensten Arbeitsplätze ist. Dr. Josef Lange, Staatssekretär Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur erklärt dass die Station für Brandverletzte am Krankenhaus Oststadt, nach 30 Jahren, nicht mehr den Erfordernissen einer modernen Verbrennungsmedizin entspricht. Prof. Peter Vogt, Direktor Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der MHH, zeigt sich froh über die hohe Konstanz in der Personalzusammensetzung. „Mit der Einheit von klinischer Versorgung, Forschung und Lehre bestehen hier an der MHH die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Brandverletztenbehandlung zum Beispiel in Hinblick auf neuartige Hautersatzverfahren oder Infektionsbehandlung.“ Das Zentrum für Schwerbrandverletzte wird gegen Ende März auf die neue Station 71 in der MHH umziehen. Diese verfügt über sechs Intensivtherapieeinheiten, die komplett mit Beatmungsplätzen ausgestattet sind. Der neue Operationssaal befinde sich direkt auf der Station. Dadurch sind dann die Transportwege erheblich kürzer als auf der bisherigen Station. Helle, frische und bunteFarben sorgen für eine besonderes Ambiente, davon konnten wir uns in einem Rundgang überzeugen. Eine der Intensivschwestern freut sich über die großzügige Aufteilung. Für Station 71 ist derzeit eine Professorenstelle ausgeschrieben, die bis zum 1. April besetzt sein soll.

Mit der Eröffnung der neuen Station werden wir auch die Kooperation mit Prof. Vogt und dem Brandverletztenzentrum ausbauen. In einem Vorgespräch am Rande der Veranstaltung konnten wir uns über das Wohlwollen von Prof. Vogt freuen. Angedacht ist Support und eine regelmäßiges Beratungsangebot.

Die Fotos zur Station sind in der Fotogalerie zu bewundern.

Petra Krause-Wloch