

Frühjahrsempfang am 10. März 2008 bei Frau Helga Kühn-Mengel, MdB Beauftragte der Bundesregierung für Belange der Patientinnen und Patienten im MUSEUM FÜR KOMMUNIKATION / Restaurant Wartburg Unter den Gästen waren Professoren und Ärzte von Kliniken, Mitarbeiter der Krankenkassen, MDK's, Kolleginnen und Kollegen des Bundestages, Vertreterinnen und Vertreter von Selbsthilfegruppen/Verbänden.
Gastrederin war Frau Bundesministerin Ulla Schmidt.
Vom Bundesverband nahmen Petra Krause-Wloch und Marlies Oppermann teil und berichten.
Frau Kühn-Mengel betonte in der Grußansprache, das Kommunikation und gute Zusammenarbeit mit den Gästen wichtige Aspekte sind in dem Prozess, die Patientenrechte und die Versorgungsqualität zu verbessern. Diesen konstruktiven Dialog möchte sie gerne fortführen, deshalb ist es ihr eine besondere Freude, dass dieser Empfang im Museum für Kommunikation stattfindet.
Wichtige angesprochene Themen in der Gesundheitsentwicklung von Frau Kühn-Mengel:
Die integrierte Versorgung entwickelt sich immer weiter. Doch Schwachstellen finden sich bei Patientenorientierung und Kooperation mit allen beteiligten Berufsgruppen.
Ein großes Problem sind Wartezeiten in den Arztpraxen.
Die Politik kritisiert die große Intransparenz der Medizin.
Die Frühförderung ist ein großer Komplex.
Ein Präventionsgesetz gibt es noch nicht, sie hofft aber, dass die ideologischen Lager ihre Einstellungen zurückstellen werden.
Patientenrechte:
Das Gesetz zu den Patientenrechten hat sich Kühn-Mengel als nächstes vorgenommen. Eine Arbeitsgruppe soll dazu die Eckpunkte erarbeiten. Es ist zwar normativ verankert, derzeit aber nicht für Patienten lesbar und auffindbar. Das Gesetz beinhaltet Lücken und Unklarheiten sowie Vollzugsdefizite. Das ist ein sehr komplexes Thema.
Gesundheitsministerin Ulla Schmidt lobt zu Beginn ihrer Rede die Patientenbeauftragte und führt weiter aus:
"Wir stehen erst am
Anfang und noch nicht am Ende mit der Arbeit. Wer eine Beauftragte
etabliert, geht von einem Defizit aus. Kühn-Mengel ist
Macherin, Wächterin und zugleich ruhelos." Sie erklärt:
"Es wird eine Broschüre von Kühn-Mengel erstellt zum Aktionsbündnis und der Patientensicherheit.
Es gibt aber auch positive Entwicklungen". Wir zitieren: z. B. wurde früher nicht über Fehler gesprochen, wird das heute anders gesehen. Denn, wo Menschen sind, werden auch Fehler gemacht. Sie werden nur vermieden, wenn wir darüber reden!
Zur Selbsthilfe führte die Ministerin aus, dass es wichtig sei, die Selbsthilfe von Patienten für den medizinischen und pflegerischen Prozess zu stärken.
Wir zitieren:
Es gibt heute das integrierte Fallmanagement durch die Einrichtung von Pflegestützpunkten. Dadurch ergeben sich andere Voraussetzungen, als vor 10 Jahren.
Ein Aspekt darin ist die Prävention in den Lebenswelten.
Patienten sollen lernen, auf sich selbst zu hören.
Mit der Kompetenzvermittlung soll früh begonnen werden.
Nach den Referaten gab es nicht nur besonders gute Häppchen, sondern vor allem ein Forum zum Austausch, Kennenlernen und Kontakten.
Wir konnten diese Plattform nutzen zum Ausbau unseres Kontaktes mit dem Bundesverband Lymphselbsthilfe e.V. sowie zum Aufbau einer Zusammenarbeit mit den Landesverbänden der MDK's.