| „Sie sagt Papa André und ist wie unsere Tochter“
Bodenwerder (dy). Wie alle kleinen Mädchen liebt Jaroslava die Farbe Rosa und
präsentiert sich stolz mit rosa Bluse und ihren neuen
Hackenschühchen im Haus der Familie Weber in Bodenwerder. Die am 23.
Mai vier Jahre alt werdende Jaroslava aus der Ukraine ist im
Krankenhaus Hameln von Dr. Sixtus Allert, Chefarzt für Plastische
und Ästetische Chirurgie, schon vier Mal operiert worden (wir
berichteten). Allerdings werden noch viele weitere Operationen und
Hautverpflanzungen nötig sein, bis Jaroslava erwachsen ist.
Mit sechs Monaten hat Jaroslava einen Hausbrand überlebt und dabei
schwerste Verbrennungen im Gesicht und an den Händen erlitten. Dem
Ehepaare André und Tatjana Weber ist es zu verdanken, dass Mutter
und Tochter kommen konnten. Seit Anfang Februar leben die beiden bei
der Familie Weber.
„Sie sagt Papa André und ist wie unsere Tochter“, erzählt Tatjana
Weber. Ein paar Tage vor der Abfahrt hat sich Petra Krause-Wloch aus
Salzhemmendorf, Vorsitzende des Bundesverbandes für Brandverletzte,
ein Bild von dem Heilungsprozess gemacht. Der Organisatorin –
hierüber läuft auch das Spendenkonto – liegt es sehr am Herzen, dass
Jaroslava die Kompressions-Maske und -handschuhe trägt – und zwar 24
Stunden am Tag und dann gut drei Jahre lang.
Familie lebt in einem kleinen Dorf in der Ukraine, 7 bis 8 Stunden
entfernt von der Stadt Kiew. Dort gibt es ein Brandzentrum, weiß
Tatjana Weber und will versuchen, Kontakt aufzunehmen, um eine
weitere Betreuung Jaroslavas dort vor Ort zu sichern. Finanziell
braucht die Familie auf jeden Fall weitere Unterstützung, denn der
Vater arbeitet als Förster und bekommt rund 120 Euro im Monat.
10 000 Euro musste
der Bundesverband bereits im Vorfeld an das Krankenhaus Hameln für
die Aufenthalts- und Medikamentenkosten überweisen, damit die
Botschaft ein Visum ausstellt. Die Ärzte im Krankenhaus haben auf
ihr Gehalt verzichtet. „Nach der endgültigen Abrechnung wird nicht
mehr viel Geld übrig sein“, weiß die Vorsitzende des
Bundesverbandes. Deshalb hoffen alle Beteiligten auf weitere Spenden
auf das Sonderkonto des Bundesverbandes für Brandverletzte,
Konto-Nummer 806380 bei der Sparkasse Weserbergland, Bankleitzahl
25450110, Stichwort „Jaroslava“.
Dewezet Artikel vom
05.2009 - 14.36 Uhr
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| „Sie sagt Papa André und ist wie unsere Tochter“
Bodenwerder (dy).
Wie alle kleinen Mädchen liebt Jaroslava die Farbe Rosa und
präsentiert sich stolz mit rosa Bluse und ihren neuen
Hackenschühchen im Haus der Familie Weber in Bodenwerder. Die am 23.
Mai vier Jahre alt werdende Jaroslava aus der Ukraine ist im
Krankenhaus Hameln von Dr. Sixtus Allert, Chefarzt für Plastische
und Ästhetische Chirurgie, schon vier Mal operiert worden (wir
berichteten). Allerdings werden noch viele weitere Operationen und
Hautverpflanzungen nötig sein, bis Jaroslava erwachsen ist.
Mit sechs Monaten
hat Jaroslava einen Hausbrand überlebt und dabei schwerste
Verbrennungen im Gesicht und an den Händen erlitten. Dem Ehepaare
André und Tatjana Weber ist es zu verdanken, dass Mutter und Tochter
kommen konnten. Seit Anfang Februar leben die beiden bei der Familie
Weber.
„Sie sagt Papa André und ist wie unsere Tochter“, erzählt Tatjana
Weber. Ein paar Tage vor der Abfahrt hat sich Petra Krause-Wloch aus
Salzhemmendorf, Vorsitzende des Bundesverbandes für Brandverletzte,
ein Bild von dem Heilungsprozess gemacht. Der Organisatorin –
hierüber läuft auch das Spendenkonto – liegt es sehr am Herzen, dass
Jaroslava die Kompressions-Maske und -handschuhe trägt – und zwar 24
Stunden am Tag und dann gut drei Jahre lang.
Die Kleine schaut die Maske mit Tränen in den Augen an, und man
sieht ihr an, dass das Tragen dieser Maske – auch wenn sie rosa ist
– kein Vergnügen ist. „Das ist aber ganz wichtig“, betont die
Vorsitzende, denn durch diese Maske wird die Narbenwucherung
aufgehalten, die Narbenreifung unterstützt.
Mit Blick auf die 30-jährige Mutter hofft sie, dass die junge Frau
viel Kraft hat, um weiterhin stark zu sein für ihre „Große“, denn in
der Ukraine wartet noch ihre kleine Tochter, die bald drei Jahre alt
wird.
Petra Krause-Wloch ist froh, dass die Firma Thuasne aus Frankreich
gemeinsam mit dem Sanitätshaus John + Bamberg in Hannover die
Kompressionsteile im Wert von 1000 Euro gespendet hat. Annette Wolf,
Mitarbeiterin des Sanitätshauses in Hannover, hat die Maske für
Jaroslava angepasst. „Eigentlich müsste die Maske alle drei Monate
neu angepasst werden“, so Annette Wolf.
Die Familie lebt in einem kleinen Dorf in der Ukraine, 7 bis 8
Stunden entfernt von der Stadt Kiew. Dort gibt es ein Brandzentrum,
weiß Tatjana Weber und will versuchen, Kontakt aufzunehmen, um eine
weitere Betreuung Jaroslavas dort vor Ort zu sichern. Finanziell
braucht die Familie auf jeden Fall weitere Unterstützung, denn der
Vater arbeitet als Förster und bekommt rund 120 Euro im Monat. Petra
Krause-Wloch machte auf eine internationale Kinderhilfsorganisation
„Friedensdorf“ hier in Deutschland aufmerksam. Zu gegebener Zeit
sollte mit dieser Einrichtung auch Kontakt aufgenommen werden. „Es
gibt so viele gute Menschen“, zeigt sich Tatjana Weber auch im Namen
der ukrainischen Familie dankbar, dass bisher 14 000 Euro an Spenden
aus der Samtgemeinde Bodenwerder und den Kreisen Hameln-Pyrmont und
Holzminden sowie bundesweit auf das Sonderkonto eingegangen sind.
10 000 Euro musste der Bundesverband bereits im Vorfeld an das
Krankenhaus Hameln für die Aufenthalts- und Medikamentenkosten
überweisen, damit die Botschaft ein Visum ausstellt. Die Ärzte im
Krankenhaus haben auf ihr Gehalt verzichtet. „Nach der endgültigen
Abrechnung wird nicht mehr viel Geld übrig sein“, weiß die
Vorsitzende des Bundesverbandes. Deshalb hoffen alle Beteiligten auf
weitere Spenden auf das Sonderkonto des Bundesverbandes für
Brandverletzte, Konto-Nummer 806380 bei der Sparkasse Weserbergland,
Bankleitzahl 25450110, Stichwort „Jaroslava“.
Das Reisebüro Bravo aus Nordhorn hat Mutter und Tochter inzwischen
kostenlos per Bus nach Hause gebracht. Rund 24 Stunden waren sie
unterwegs, bis sie endlich der Ehemann und Vater abholen und in die
Arme schließen konnte.
Tatjana Weber zeigt Jaroslava die rosa Maske, die das Kind tragen
muss, und dafür müssen auch die langen Haare abgeschnitten werden.
Dewezet Artikel vom
15.05.2009 - 10.54 Uhr
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