
Verbrennungen und Verbrühungen gelten als die häufigste Unfallursache in Deutschland.
Jeder 270. Erwachsene und jedes 200. Kind sind pro Jahr davon betroffen.
Meistens sind die Verletzungen eher folgenlos, jedoch müssen rund 2.500 Verletzte stationär
in einem der 37 speziellen Verbrennungszentren in Deutschland behandelt werden.
Obwohl die Überlebenschancen Schwerbrandverletzter in den vergangenen Jahren durch
modernste Op-Techniken deutlich verbessert wurden, sind die Folgebehandlungen
(Korrektur-Operationen, Physiotherapie, Ergotherapie, Narbenmassage und Kompressionstherapie)
bis heute zeit- und kostenintensiv geblieben.
Das liegt zum einen an der langen Ausheilungszeit der Narben über mehrere Jahre.
Ein besonderes Problem stellen hierbei die Narbenkontraktionen da, speziell an Beugegelenken,
Händen, Gesicht oder Hals.
Die Folgen sind nicht nur Bewegungseinschränkungen oder auffallende Narbenbilder,
sondern vielfach Berufsunfähigkeit oder Einschränkungen bei der Erwerbstätigkeit.
Einen neuen Therapieansatz für eine verbesserte Funktionalität und Ästhetik verfolgt
eine wissenschaftliche Hautstudie, die Prof. Dr. Henrik Menke auf Initiative unseres
ehemaligen Vorstandsmitgliedes Regina Heeß seit dem 1. Februar 2004 im größten
Hessischen Zentrum für Schwerbrandverletzte am Klinikum in Offenbach durchführt.
Mit einer computergesteuerten Maschine werden Brandnarben intensiv massiert und geglättet.
Die erste Maschine wurde in den 80er Jahren von einem brandverletzten Ingenieur in Frankreich
unter dem patentgeschützten Namen "Endermologie" entwickelt und gehört dort
zur Standardbehandlung in der Nachsorge Brandverletzter.
Mittlerweile gibt es auch zahlreiche andere Hersteller für diese Technik unter dem
Oberbegriff UVM (Unterdruck-Vakuum-Massage).
Ziel der begonnenen Studie ist es, die UVM wissenschaftlich zu prüfen und damit
den Beweis für die Wirksamkeit der Behandlung anzutreten.
Die vorläufigen Behandlungsergebnisse der ersten 10 Patienten der Studie bestätigen
die positiven Erwartungen.
Unterstützt wird die Untersuchung lediglich durch die Firma Medywell
(Nähere Infos unter www.medywell.de), die verschiedene Maschinen
für die Studiendauer kostenlos zur Verfügung stellt.
Momentan sind spezielle Behandlungen von Brandverletzten in Deutschland auch
in der Praxis von Regina Heeß möglich.
In Einzelfällen werden die Behandlungskosten bereits von den
Versicherungsträgern übernommen.
Nähere Informationen zur UVM bei Regina Heeß
unter Telefon 0177 - 3 203 165 oder per Mail unter regina.heess@web.de.
Verantwortlich für den Text: Regina Heeß