
Bundesgleichstellungsgesetz für Behinderte setzt neue Standards
in der Behindertenpolitik
von Ottmar Miles-Paul und Alexander Drewes
Beeinflusst von der zum Teil schon über 25
Jahren praktizierten Gleichstellungsgesetzgebung für Behinderte in den
USA und in anderen Ländern der Welt haben die deutschen
Behindertenverbände für die Verabschiedung eines
Bundesgleichstellungsgesetzes für Behinderte seit über zehn Jahren
gekämpft. Nachdem der Bundestag am 28. Februar 2002 und der Bundesrat
am 22. März 2002 das "Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen
und zur Änderung anderer Gesetze", wie das so genannte
Bundesgleichstellungsgesetz für Behinderte in der Gesetzessprache
richtig heißt, mit großer Mehrheit verabschiedet haben, gelten ab dem
1. Mai 2002 in Deutschland neue Standards in Sachen Barrierefreiheit
und Gleichbehandlung von behinderten Menschen. Mit diesem neuen Gesetz
wurde zum ersten Mal das Ziel der Beseitigung von Benachteiligungen von
behinderten Menschen und die Gewährleistung der gleichberechtigten
Teilhabe von behinderten Menschen am Leben in der Gesellschaft auf
Bundesebene festgeschrieben. Was dieses Gesetz bringt und wie es
einzuschätzen ist, beschreiben der sehbehinderte Publizist Ottmar
Miles-Paul vom NETZWERK ARTIKEL 3 und der mehrfach behinderte Jurist
Alexander Drewes vom Forum behinderter JuristInnen in folgendem Beitrag.
Der Weg zum Gesetz:...
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